

Vermischtes
Freireligiös-evangelische Hochzeit in Egelsbach
Tag der freien Religion Unter dem Motto Voneinander lernen miteinander leben findet dieses Forum des Austauschs und der Diskussion verschiedener
freireligiöser Gruppen statt. Weitere Informationen und Anmeldung (bis 15.8.03) bei: Herbst-Ferienspiele/freizeit Nur noch wenige Plätze frei bei unseren Herbstferienspielen am
Naturfreundehaus Egelsbach unter dem Motto: Manege frei wir machen Zirkus! Die Preise betragen: Es ist ein Ausflug und ein Abschlussfest geplant und viele Aktivitäten,
bei denen 6 14-Jährige ordentlich Zirkusluft schnuppern können. Kruzifix nochmal! problematisches Geschenk Doch es kommt noch schlimmer. Der Schenker, ein evangelischer Pfarrer und
gewitzter Vertreter seiner Kirche, ließ schon im Vorfeld die
Öffentlichkeit um sein erst beabsichtigtes "Geschenk" wissen.
Und so kam es, dass in der nicht gerade unbedeutenden Frankfurter Rundschau ein
fast halbseitiges Interview mit ihm erschien. Nun, wen könnte es nach den
Vorgängen in Dietzenbach schon überraschen, dass der Pfarrer ein
Kruzifix zur Ausschmückung des Rathauses schenken möchte. Denn dieses
ist das zentrale Zeichen meines Glaubens, so versicherte der
Pfarrer treuherzig, aber wenig rechtskundig dem Pressevertreter. "Seines
Glaubens", seines ganz persönlichen Glaubens, das ist für ihn
das Entscheidende. In fetter Überschrift wird diese Haltung dem Leser der
Zeitung deutlich und direkt kund getan. das zentrale Zeichen meines Glaubens Ob dieser allerdings mit dem aller Bürger der beschenkten politischen
Gemeinde unbedingt identisch ist? Eine derartige Überlegung ist und bleibt
dem Geistlichen offenbar fremd. Selbst der Gedanke an einen Versuch, die
Meinung der anderen Kirchengemeinden zu erforschen, kam dem forschen Pfarrer
erst reichlich spät in den Sinn. Ihrer Zustimmung war er sich aber dennoch
schon im voraus gewiss. Allerdings sollte diese erst zu gegebener
Zeit erfolgen, was man darunter auch immer verstehen mag, heißt
dies dennoch in Klartext also nicht jetzt. Abschreckend wirkte auf
ihn diese Einschränkung seiner Kollegen dennoch keineswegs. Kruzifix im Rathaus? Auf den Hinweis des Pressevertreters, dass es in der Frage einer Aufhängung
eines religiösen Kreuzsymbols in öffentlichen Räumen in der
Nachbarstadt
Dietzenbach eine breite und heftige Diskussion entstanden sei, und wo
es nach einem
Gerichtsurteil nicht mehr hängen darf, gab nun der Pfarrer
ebenfalls seine kritische,
Stellungnahme kund. Die Kirchengremien hätten dort mehr dafür
sorgen müssen,
dass man ein für uns (hier benutzt er nun erstmalig die
P1uralfassung) heiliges
Symbol nicht einfach auf- und abhängen darf, sondern man solle
sich endlich
dafür aussprechen, dass das Kreuz dort einen würdigen Platz
erhalte. Ihm sei
natürlich bewusst, dass das von ihm ins Gespräch gebrachte
Kreuzgeschenk eine
kontroverse Diskussion auslösen werde, ja, manchen Andersdenkenden
provozieren werde.
Doch vorerst sei die Schenkung nur eine, nämlich seine Planung.
Direkt wohltuend ist
dann die Versicherung des Pfarrers, dass Dreieicher Stadträte ein
Kreuzgeschenk jetzt,
wie es diplomatisch ausgedrückt wird, für
verfrüht halten. Neutralitätsgebot des Staates Wieder einmal sind alle im Spektrum der Geistesfreiheit wirkenden, und leider
so sehr zersplitterten Verbände sowie Persönlichkeiten dazu
aufgerufen, die immer wieder versuchen Eingriffe in das Rechtssystem der
Bundesrepublik, das ein striktes religiöse Neutralitätsgebot des
Staates beinhaltet, in gemeinsamer Tätigkeit zu unterbinden. Willi Steinbacher Nähere Informationen und Probeexemplare von
17. 19. Oktober 2003 in Mannheim
Ein Auszug aus dem Programm:
Fr 17.10. 20.00 Uhr Music meets religion, Musik aus aller Welt
Sa 18.10. 09.00 Uhr Interreligiöse Stadtführung
20.30 Uhr Bunter Abend
So 19.10. 10.30 Uhr Abschlusskundgebung
FLG Baden, T6, 26 68161 Mannheim, Tel. 0621-22805
27. 31.10.2003 in Egelsbach
Sicher kennen alle Leser das unangenehme Gefühl, das einem dann
beschleicht, wenn man ein zumeist wohlgemeintes Geschenk erhält, das aber
so gar nicht in den eigenen Lebensrahmen hinein passt. Wohin dann damit, ohne
den Geber zu beleidigen? Stellt man es etwa in den Keller, dann vergisst man
mit Sicherheit, es bei dem nächsten Besuch des Schenkenden rechtzeitig auf
einem sichtbaren Ehrenplatz hinzuplatzieren, zur Freude des Gastes. Die Freude
und Laune beider Teile wäre sonst sichtlich erheblich eingeschränkt.
Was also tun mit einer solchen Ehrengabe? Diese zwiespältige Frage
dürfte sich inzwischen der Bürgermeister der hessischen Gemeinde
Dreieich gestellt haben. Denn ihm wurde ein nicht ganz unproblematisches
Geschenk vorsorglich bereits angekündigt.
Doch wohin mit einem solchen Geschenk? Dem, wie ausdrücklich versichert
wird, ganz persönlichen "Symbol meines Glaubens", des Pfarrers
Gerlitz? Doch keine Angst, der gerne als künftiger Spender auftretende
Pfarrer weiß zugleich selbstverständlich - einen einschlägigen
Ratschlag. Wer würde es auch schon anders erwarten: gewünscht wird
von ihm, für das vorgesehene Geschenk, das einen persönlichen
Glauben des Spenders ausdrückt, ein angemessener Platz im Rathaus.
Damit es dort als Zeichen der Präsenz der Kirchen, und der damit von ihnen
ausgedrückten guten Wünsche wirke.
Der Vertreter der Beschenkten, so wird von dem Pfarrer versichert, der Hausherr
und Bürgermeister Olchewsky, sei über das von ihm gemachte Angebot
sehr erfreut gewesen. Aber er möchte dennoch die Angelegenheit erst mit
den Fraktionen des Stadtparlamentes besprechen.
Aber trotzdem möchte er Veranstaltungen mit christlichen Gruppen
organisieren, mit dem Ziel, dass das zentrale Zeichen meines
Glaubens einen ehrenvollen Platz im Dreieicher Rathaus erhalte.
Wollen Sie mehr erfahren,
Dann sollten Sie unsere Zeitschrift Wege ohne Dogma kennenlernen!
der Geschäftsstelle der FLH unter 06102-39567