Allen Mitgliedern und Freunden der FLH
ein glückliches Jahr 2005

wünschen das Präsidium, der Landesvorstand,
der Landessprecher und die Geschäftsführerin.

Liebe Gesinnungsfreunde,
diese traditionelle Anrede klingt für manche etwas verstaubt, aber ich verwende sie immer noch gerne, denn sie fasst zwei eher gegensätzliche Begriffe zu einem zusammen. Gesinnung, das klingt nach Auseinandersetzung und das Wort Freund steht eher für Harmonie und in diesem Gegensatz bewegen sich auch die Freireligiösen. Wir vertreten eine Gesinnung im Sinne von Weltanschauung, um die immer wieder aufs Neue gerungen werden muss und wird, da sich die Welt um uns herum ständig verändert. Jeder Mensch ändert sich im Verlauf seines Lebens und wir alle gemeinsam unterliegen als Organisation ständigem Wandel.
Wenn man am Jahresende 2004 die Welt anschaut, dann scheint der Platz für Freundschaft abzunehmen; die zunehmende Geschwindigkeit des Lebens bei gleichzeitiger Vereinzelung der Menschen unter den Bedingungen der Globalisierung, wie man das Prinzip der unbeschränkten Entfaltung wirtschaftlicher Macht heute nennt, verändern unser soziales Gefüge und das Leben aller. Für das neue Jahr wünsche ich jedem einzelnen Wohlergehen, was für viele zuerst heißt, dass sie ihren Arbeitsplatz behalten und Gesundheit. Uns als Freireligiöse wünsche ich, dass wir weiter produktiv über unsere Weltanschauung streiten und dabei das Wort Freund nicht aus dem Auge verlieren und unsere Freundschaft vertiefen.
Ich selber habe mir vorgenommen auch 2005 mir meine Utopien zu erhalten und wünsche allen Menschen dieser Welt ein friedliches Jahr 2005.
Dieter Bender
Präsident der FLH

VERMISCHTES…


Religionsunterrichtsseminar 21. - 23.01.2005
in der Jugendherberge Darmstadt

für Schülerinnen und Schüler ab 5. Klasse__. Im Rahmen des freireligiösen Religionsunterrichts veranstalten wir unser nächstes Unterrichtsseminar in der Jugendherberge Darmstadt, Landgraf-Georg-Straße 119. _
Von Freitag, 21.1.05, 16 Uhr bis Sonntag, 23.01.05 13.30 Uhr.
Thema: Ursachen und Auswirkungen des religiösen und politischen `Fundamentalismus`
_Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht von Gewalt, Konflikten oder gar Kriegen berichtet wird und ´´Religion´´ dabei in irgendeiner Weise eine Rolle spielt. Unterschiedliche Wahrheitsansprüche, sich gegenseitig bekämpfende Glaubensgemeinschaften und fanatische Religionsvertreter prägen das Bild in den Nachrichten.
Für manche sind Religionen die großen `Brandstifter´ der Weltgeschichte, andere betonen ihr großes Friedenspotential. Werden religiöse Vorstellungen dabei missbraucht oder liegt es an den Religionen selbst, die in sich den Keim zu Krieg und Gewalt tragen? Was bedeutet in diesem Zusammenhang `Fundamentalismus´ und wie äußert er sich über den religiösen Bereich hinaus etwa im Zusammenhang mit politischen Vorstellungen oder ganz persönlichen Anschauungen?_
Es sind dies Fragen, die es in dem kommenden Religionsseminar zu klären gilt. Die jeweiligen Unterrichtsgruppen werden unter Berücksichtigung des Schulbesuches, der Jahrgangsstufe und des jeweiligen Kenntnisstandes der Schülerinnen und Schüler gebildet. Für alle Unterrichtsgruppen gilt es alters-bezogen gleichermaßen deutlich zu machen, welche Antworten und Lösungswege gerade Freireligiöses Denken aufzuzeigen vermag.
Lehrkräfte sind Dr. Holger Behr, Klaus Grein und Sandra Grein. Sofern keine schriftlichen Abmeldungen vorliegen, handelt es sich um einen Pflichtunterricht mit Anspruch auf Noten, zu dem auch all diejenigen gerne willkommen sind, die zwischenzeitlich einen anderen Unterricht besuchen (Ethik oder konfessionellen Religionsunterricht).
Anmeldeformulare und Infos erhältlich in der Geschäftsstelle (06102-39567). Die Gemeinden bezuschussen den Freireligiösen Religionsunterricht für ihre Mitglieder. Für das Wochenende entstehen Unkosten von 18 Euro (Mitglieder) bzw. 57 Euro (Nichtmitglieder) für Übernachtung und Vollverpflegung.


Berner - Wirsing - Stiftung der
Freireligiösen Gemeinde Neu-Isenburg

Im Jahre 2006 besteht die Freireligiöse Gemeinde Neu - Isenburg 100 Jahre.
Bereits im Vorfeld dieses bedeutsamen Ereignisses hat der Gemeindevorstand eine ganz besondere Entscheidung getroffen, nämlich die Gründung einer Stiftung
Eine Entscheidung, die der Vorstand sehr gerne getroffen hat, und mit der die Beiden seit dem Bestehen der Gemeinde, mit der Bezeichnung Ehrenvorsitzende ausgezeichneten Persönlichkeiten eine weitere besondere Ehrung erfahren. In Würdigung ihrer Verdienste um unsere Gemeinschaft trägt nun also die neugegründete Stiftung der Freireligiösen Gemeinde den Namen
Berner - Wirsing Gedächtnis Stiftung der
Freireligiösen Gemeinde Neu - Isenburg

Die Stiftungsurkunde wurde am 13. Juli 2004 vom Regierungspräsidium Darmstadt mit dem Aktenzeichen II 21.1 - 25 d 04/11 - (8) - 39 ausgefertigt.
Die Stiftung ist auf Dauer angelegt und unterliegt der staatlichen Kontrolle. Die Verwendung der Stiftungserträge (Zinsen, Zustiftungen) ist durch den Stiftungsvertrag geregelt. Hierzu gehören vorrangig die Unterstützung und Betreuung von Gemeindemitgliedern in Alten- und Pflegeheimen.
Dem Vorstand der Stiftung gehören an Herr Willi Steinbacher als Geschäftsführer, Frau Anita Dackermann, Herr Roman Dackermann als Vorstandsmitglieder.
Die Stiftung verfügt im Jahre 2006 erstmalig über Erträge aus dem Stiftungsvermögen, die eine dem Stiftungszweck entsprechende Verwendung finden können.
Mit der Stiftung ist nun auch vor allem die oft gestellte Frage nach freireligiösen Möglichkeiten zur Förderung sozialer Werke beantwortet. Das heißt, die Mitglieder und Förderer unserer Gemeinschaft können durch Zustiftungen nunmehr Eigenmittel für staatlich kontrollierte soziale Zwecke zur Verfügung stellen. Gedacht ist hierbei auch an etwaige Hinterlassenschaften, die dann nicht mehr unkontrolliert dem Staatsvermögen anheim fallen.
Der Gemeinde- und der Stiftungsvorstand sind überzeugt, anläßlich des "Hundertjährigen Bestehens der Gemeinde" mit der Stiftung ein Werk geschaffen zu haben, das die Ideale freier Religion und der sie vertretenden Persönlichkeiten, wie der Ehrenvorsitzenden Alexander Berner und Otto Wirsing respekt- und würdevoll ergänzt.


Vortrag von Dr. Holger Behr am 19.1.05 um 15.00 in der LAB Wiesbaden
Thema: Deutschland und seine Bevölkerung - Demographie als Demagogie

Sinkende Geburtenzahlen werden zum Anlass genommen die Funktionsfähigkeit des bisherigen Sozialversicherungssystems in Frage zu stellen und den Um- bzw. Abbau des Sozialstaates voranzutreiben. Die hat Folgen für die Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie für die Wirtschaft und Siedlungsstruktur. Bei der öffentlichen Debatte über Bevölkerungsentwicklung und Generationengerechtigkeit wird vielen Älteren nicht nur das Vertrauen in den Sozialstaat ausgetrieben, sondern sie müssen sich vorhalten lassen, ihre in Kriegs- und Nachkriegszeiten erworbenen Ansprüche seien zu hoch.
Das Schlagwort von der `Vergreisung Deutschlands´ wird dabei nicht nur von der Politik benutzt, um den Umbau des Sozialstaates und die Kürzungen von Leistungen zu begründen, sondern die teils heftig geführte Diskussion trägt dazu bei, die Generationen untereinander auszuspielen.
Ziel des Vortrages ist es aufzuzeigen, was einerseits Tatsache ist und was andererseits in den Bereich der Panik- und Angstmache gehört. Politische Propaganda gilt es als solche zu entlarven und stattdessen Lösungswege für eine Bevölkerungspolitik aufzuzeigen, die heutige und kommende Generationen nicht entzweit, sondern die für einen gerechten Ausgleich zwischen Jung und Alt sorgt und zwar frei von jeder ideologischer Sicht.


Zur Jugendfeier 2005

jetzt anmelden !

Jugendliche, die im nächsten Jahr ca. 14 Jahre alt sind, können an unserer offenen Jugendfeier teilnehmen. Anmeldungen werden ab sofort angenommen.
Es finden offene Jugendfeiern statt:

Weitere Jugendfeiertermine unserer Gemeinden werden nach Anmeldeschluss (Ende Januar 2005) festgelegt und bekanntgegeben. Das Faltblatt „Jugendfeier für alle“ kann in der Geschäftsstelle (06102-39567) oder bei den Gemeinden angefordert werden.

Jugendfeier-Infoabende finden Anfang des nächsten Jahres, das Jugendfeier-Vorbereitungsseminar als Fahrt an einem Wochenende voraussichtlich im kommenden März statt. Unsere Jugendfeiern sind auch für Jugendliche offen, die nicht unserer Gemeinschaft angehören. Wenn Sie jemanden kennen, der interessiert ist so geben Sie diese Information bitte weiter. Beim Besuch der Infoabende können Interessierte alles weitere erfahren.

Offene Jugendfeier in den Gemeinden der FLH:
Feierlich, persönlich, kritisch, undogmatisch -die Alternative für junge Menschen, die nicht an einen persönlichen Gott glauben und ihr eigenes Weltbild frei entwickeln wollen.