Nachrichten aus Hessen

März/April 2006

UMZUG DER GESCHÄFTSSTELLE
NACH WIESBADEN

Die Landesversammlung 2005 verabschiedete im März 2005 einen Haushaltsvoranschlag, der Einsparungen durch die Verlegung der Geschäftstelle nach Wiesbaden beinhaltet. Der Umzug erfolgte im Januar 2006.

Die neue Postanschrift lautet:

Freireligiöse Landesgemeinschaft Hessen (FLH),
Rheinstraße 78, 65185 Wiesbaden

Die Geschäftsstelle ist Montag bis Freitag von 9 – 12 Uhr
telefonisch unter 06 11 - 37 77 15 erreichbar, Fax-Nr.: 06 11 - 37 77 52

Die Sprechzeiten für Besucher im Wiesbadener Büro in der Rheinstraße 78 sind Dienstag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr.
Die email-Adresse buero@freireligioese-hessen.de bleibt unverändert.

Mit Hildegard Ley und Otto Wirsing haben wir zwei verdienstvolle Persönlichkeiten unserer Gemeinschaft verloren, die Freireligiöses Leben in Hessen maßgeblich geprägt haben:

Die FLH nimmt Abschied von Hildegard Ley

Es sollte eine Ansprache werden, die nicht nur `grundsätzliche Gedanken über das Leben und das Sterben berührt, sondern die vom Optimismus zum Leben getragen ist´. Diesen Wunsch hatte Hildegard Ley zu Lebzeiten geäußert und ihm wurde am 26. Januar bei der Trauerfeier im ebenfalls gewünschten kleinen Kreis entsprochen.

Hildegard Ley war von 1969 - 1984 als Religionslehrerin für die FLH tätig, hielt in vielen Gemeinden in Hessen Unterricht, bereitete Jugendfeiern mit vor und hat sich in ganz vielfältiger Weise in der Jugendarbeit eingebracht. Ihr stetes Interesse und ihre Offenheit, auch und gerade gegenüber der jüngeren Generation, hat sie sich bis zuletzt bewahrt. Für die Frauen-Arbeitsgemeinschaft im BFGD war sie als Mitinitiatorin an der Gründung vor 25 Jahren beteiligt, immer an der inhaltlichen Arbeit der Frauen-Arge interessiert und beteiligte sich, so weit es ihr Terminkalender und ihre Planung zuließ, an den Frauenseminaren.

 Wir verlieren mit Ihr eine engagierte Persönlichkeit, die sich für die Freireligiöse Sache eingesetzt hat und die bleibende Spuren hinterlässt.

 

Unser Otto Wirsing ist tot.

Ein Nachruf seines langjährigen Weggefährten Willi Steinbacher

Ein Gedanke, mit dem wir Isenburger uns erst noch vertraut machen müssen. Hatte er doch nur wenige Stunden vor seinem Lebensende, noch eine Unterredung mit seinem Gemeindevorsteher Herrn Krehling, in der er diesem seine Sorgen um die Freireligiöse Bewegung insgesamt, und natürlich um seine Gemeinde, vortrug. Schließlich lebte er immer in und für diese, seine Freireligiöse Gemeinde Neu-Isenburg. Sie war ihm Lebenssinn und Aufgabe. So war es andererseits fast selbstverständlich, dass seine Freundinnen und Freunde dafür sorgten, dass er den Ehrenbrief des Landes Hessen erhielt, und dann ebenfalls mit dem Flammenzeichen am blauen Band des Bundes Freireligiöser Gemeinden Deutschlands ausgezeichnet wurde.

Was war unser Otto eigentlich für ein Mensch? Nun, ihn zeichnete vor allem eine tiefe innere Ruhe aus, eine Gelassenheit, die ihn nie die Nerven verlieren ließ. So kam es, dass die Zeit, in der als Vorsteher wirkte wohl die fruchtbarste Zeit der Isenburger Gemeinde wurde.

Wir, die wir uns seine Freundinnen und Freunde nennen durften, empfanden ihn bei allen Krisen des Gemeinschaftslebens als einen ruhenden Pol und Richtungsgeber, der stets erneut den Weg zur Nachdenklichkeit und zum Verständnis aufzeigte. Bis in die tiefen Nachtstunden, oft bis zur Erschöpfung auch des Mitarbeiterkreises, arbeitete er mit seinem Vorstand, um seiner Gemeinde eine für die Zukunft sichere finanzielle Basis zu schaffen.

Typisch für ihn war seine Reaktion, bei einem Gespräch in seinen letzten Lebenswochen mit meiner Frau, die ihm eine durchaus mögliche Hilfe nahe legen wollte. Seine Antwort: „Unserem Staat geht es dermaßen schlecht, dass es ihm durch eine Hilfe für mich nicht noch schlechter gehen darf.“

Mit großer Freude durfte er die Schaffung der Stiftung der Freireligiösen Gemeinde Neu-Isenburg im vergangenen Jahr noch miterleben. Endlich war die Sozialarbeit seiner Gemeinde auch für die Zukunft abgesichert. Sein Namen und seine Lebensleistung wird in diesem sozialen Werk seiner Gemeinde, der „Berner – Wirsing – Stiftung“ fortbestehen.

Wie gerne hätten ihn seine Isenburger, ihren Ehrenvorsitzenden als Ehrengast bei den Feierlichkeiten anlässlich ihres 100 jährigen Bestehens der Freireligiösen Gemeinde Neu-Isenburg begrüßt. Das Schicksal hat es anders gewollt, ein kurzer Todeskampf, hat ihn seiner Familie und uns für immer genommen.

Mögen sich Menschen finden, die eines Tages berechtigt von sich sagen dürfen, wir haben versucht für die Freireligiöse Gemeinde Neu-Isenburg und für die Freireligiöse Bewegung so zu wirken, wie unser Vorbild Otto Wirsing.

          Wir gratulieren zur Volljährigkeit:

Martha Schluckebier, Wettenberg         Andreas Schmidt, Langenselbold

       Vermischtes…

  • Beitragszahlungen 2006: Wir bitten die Mitglieder, die für Ihre Beitragszahlung kein Bankeinzugsverfahren verabredet haben, Ihren Jahresbeitrag (Kultusabgabe) 2006 zu überweisen. Entweder an Ihre Gemeinde oder wenn Sie direkt von der FLH verwaltet werden (Mörfelden und Kreisgemeinden, Pfungstadt, Rüsselsheim, Heuchelheim, Alsfeld, Einzelmitglieder) auf das Konto 0034000463 (BLZ 506 521 24) bei der Sparkasse Langen-Seligenstadt. Bitte überweisen Sie nicht mehr auf das Postscheckkonto der FLH, da wir dieses zum Jahresbeginn aufgelöst haben.
  • Beitrags- (Steuer-)bescheinigungen 2005: Kultusabgaben sind steuerlich abzugsfähig. Bis 100 Euro Jahresbeitrag reicht der Einzahlungsbeleg zur Vorlage beim Finanzamt. Sollten Sie eine Beitragsbescheinigung benötigen, so rufen Sie uns bitte kurz an. Sie erhalten die Bescheinigung dann  umgehend.
  • Sprechervertretung 17. – 22. April 2006: Bitte wenden Sie sich im Falle von Bestattungen direkt an Frau Astrid Schneider, Tel. 06162-9 627 999
  • Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe: 7. April 2006

Infos und Termine für Jugendliche

Religionsunterrichtsseminar 10. – 12.03.2006

5. bis 13. Klasse

in der Jugendherberge Darmstadt
(Landgraf-Georg-Straße 119)
Von Freitag, 16 Uhr bis Sonntag, 13.30 Uhr.

Thema: Warum freireligiös?

Häufig wird die Frage gestellt, an was Freireligiöse `glauben´ und was denn eigentlich `freireligiös´ zu bedeuten habe. Dass man freireligiös ist und sein kann, ohne an einen Gott oder Götter zu glauben, bleibt vielen unverständlich, weil der Religionsbegriff angesichts einer 2000 Jahre langen christlichen Prägung mit einem Glauben an eine bestimmte Gottheit verbunden wird. Umso notwendiger ist es, deutlich zu machen, wie sich freireligiöses Denken von dem Anderer unterscheidet. Antworten werden u. a. auf folgende Fragen zu geben sein:

Was bedeutet `Religion´ und was bedeutet `freireligiös´?
Was unterscheidet uns von anderen Religionen/ Konfessionen?
Warum bin ich `freireligiös´ ?
Was sind Inhalte und Standpunkte freireligiösen Denkens?
Wie ist dieser Begriff historisch entstanden?
Welche Bedeutung hat er in unserer heutigen Zeit?

 

Auf diese Fragen und andere mehr, wird altersadäquat, in nach Alter und Kenntnisstand aufgeteilten Unterrichtsgruppen eingegangen werden. Sofern keine schriftlichen Abmeldungen vorliegen, handelt es sich um einen Pflichtunterricht, zu dem auch all diejenigen gerne willkommen sind, die zwischenzeitlich einen anderen Unterricht besuchen.

Freireligiöser Unterricht steht für eine freie Weltanschauung ohne Glaubensvorschriften und Gottesbild.  Der Lehrplan unseres staatlich anerkannten Religionsunterrichts kann auf Wunsch eingesehen werden.

Teilnehmen können nicht nur freireligiöse, sondern alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig davon, ob sie einer anderen oder keiner Konfession angehören. Es besteht Anspruch auf Benotung im Fach „Religion“ und es entfällt die Verpflichtung an einem anderen Religions- oder Ethikunterricht teilzunehmen. Anmeldungen und Infos möglich unter 0611-377715 oder 06103-52619.

Grundschulunterricht und Kindergruppe

Die Kindergruppe (1. bis 4. Klasse) trifft sich im neuen Jahr jeweils am 2. Samstag im Monat zum freireligiösen Religionsunterricht im Ulmenweg 5 in Neu-Isenburg. Der Blockunterricht findet von 14 bis 17 Uhr mit ausreichend langer Pause (Bitte Verpflegung mitgeben) statt.

Die Gruppe besuchte kürzlich mit viel Spaß das Schloss Freudenberg und vertiefte die Unterrichtsinhalte sinnlich. Wir würden uns freuen, wenn sich noch viele Kinder der neuen Kindergruppe anschließen. Zur besseren Planung sind Ab- und Zusagen per email möglich, direkt an:

Melanie.Hofmann@gmx.de. Unser Büro steht Ihnen selbstverständlich ebenso zur Verfügung und beantwortet auch gerne Ihre Fragen unter Tel. 0611-377715.

Einladung zum Kinder - und Jugendseminar „Papierschöpfen“
vom 17. – 19. März  2006 in den Jugendräumen

der Freireligiösen Gemeinde Mannheim (L10, 4-6)

 

Eine uralte Handwerkstechnik wird uns für ein ganzes Wochenende beschäftigen.  In Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum für Arbeit und Technik in Mannheim wollen wir ein ganzes Wochenende lang unser eigenes Papier herstellen, alte Techniken kennen lernen und natürlich auch zusammen viel Spaß haben. Untergebracht sind wir bei diesem Seminar in den Jugendräumen der Freireligiösen Gemeinde Mannheim in L10, 4-6.

Mitzubringen sind: Schlafsack, Isomatte, Hausschuhe, Taschenlampe, Handtuch, Zahnbürste und was man sonst  zum Waschen braucht. Gute Laune, tolle Ideen und alles was zum Thema passt.

Kosten für das Seminar:

Kinder zwischen 6 und 12 Jahren zahlen 25,--€,  ab 13 Jahren 30,--€  

Nichtmitglieder zahlen einen Aufschlag von 5,-- €

Anmeldung bis zum 10.März 2006 bei

Ute Janz, Hilgundstraße 18, 68067 Ludwigshafen

Tel./Fax: 0621/529 4938 oder an: janzute@aol.com