Präsidium und Landesvorstand
Das aktuelle Präsidium der FLH mit Landessprecher und Geschäftsführung
Präsident:
Manfred Gilberg (Darmstadt)
Vizepräsidenten:
Timo Saueressig (Egelsbach)
Klaus Hofmann (Neu-Isenburg)
Wilfrid Herrmann (Wiesbaden)
Dr. Gerd Mitschke (Darmstadt)
Schatzmeister: Herbert Messer (Langenselbold)
Landessprecher: Dr. Holger Behr (Wiesbaden)
Geschäftsführerin: Elke Suchanek (Egelsbach)
Jugendreferentin: Rebecca Schimkat
Landesvorstand:
Manfred Gilberg (Darmstadt)
Timo Saueressig (Egelsbach)
Klaus Hofmann (Neu-Isenburg)
Wilfrid Hermann (Wiesbaden)
Dr. Gerd Mitschke (Darmstadt)
Herbert Messer (Langenselbold)
Heinz Becker (Egelsbach)
Dieter Bender (Wettenberg)
Kerstin Henkelmann (Wettenberg)
Ortrun Lenz (Neu-Isenburg)
Wilma Schulze (Mörfelden)
Norbert Spengler (Dietzenbach)
Waltraud Träger (Mörfelden)
Heinz Walter (Langenselbold)
Über die FLH
Die Freireligiöse Landesgemeinschaft Hessen beruft sich auf zwei historische Wurzeln. Als Teil der freireligiösen Bewegung ist sie aus den reformatorischen deutschkatholischen und freien protestantischen Gemeinden hervorgegangen, die sich zunächst und vor allem im deutschen Vormärz 1845 und im Umfeld der Revolution von 1848-49 als Sammelbecken aufgeklärter Christen und Juden gründeten. In ihrer geistigen und Rechtsnachfolge wirken heute die freireligiösen und freigeistigen Gemeinschaften in Hessen.
Die Herausbildung dieser rationalistisch orientierten historischen Vorläufer war ein Meilenstein auf dem Weg jahrhunderte langer Religionskämpfe in der Geschichte des Abendlandes. Die Schwierigkeit der existenziellen Selbstbehauptung erwies sich immer wieder im Streit um zentrale Lehrinhalte der Dogmen, die religiöse Praxis, religiöse Selbstbestimmung und gesellschaftliche Lebensgestaltung. Auch um 1848 haben sich die deutschkatholischen und freien protestantischen Gemeinden auf Traditionen der antitrinitarischen Bewegungen berufen, die von der Spätantike an durch die Zeit des Mittelalters hindurch bis in die Neuzeit nachweisbar sind.
Die Freireligiöse Landesgemeinschaft versteht sich auch heute traditionell als überkonfessionelle Religionsgemeinde ohne Glaubensbekenntnis, denn sie lehnt - dem Prinzip der Geistesfreiheit und religiösen Selbstbestimmung folgend - jede Dogmatik und Offenbarung ab. Sie befürwortet einen religiösen Weg geistiger Lebensgestaltung ohne Absolutheitsanspruch und betreibt keine Missionstätigkeit.
Freireligiöse Gemeinden stellen den Gedanken der Ehrfurcht als tiefen Respekt vor dem, was über uns, neben und unter uns, vor allem in uns ist, ins Zentrum ihrer Aufgaben und Ziele. Die freireligiöse Gemeinde ist sich darin bewusst, dass die Suche nach dem Absoluten, dem Urgrund des Seins zum Forschen und Streben des menschlichen Wesens und Erkenntnisdrangs gehört. Die freireligiöse Gemeinde kann aber auf ein hypothetisch Letztes, Unbegreifliches und Unerforschliches nur mit Symbolen und Deutungen hinweisen und versteht alle Versuche als menschliche Ideen mit Chiffren und unzulänglichen Begriffen. Das geistige Prinzip steht über dem Schriftprinzip.
Die Freireligiöse Landesgemeinschaft vertritt keinen geformten Gottesbegriff, sondern eine aufklärerische Position der kosmischen Religiosität, die sich in der Natur und im menschlichen Geist ausdrückt. Kunst und Wissenschaft dienen als zwischenmenschliche Vermittler. Daher integriert und verarbeitet die Freireligiöse Landesgemeinschaft in kritischer Weise Ergebnisse religionswissenschaftlicher, historischer, ethnologischer, religionsphilosophischer, volkskundlicher, soziologischer, naturwissenschaftlicher, aber auch theologischer Fragestellungen, Untersuchungen und Erkenntnisse.

